eoapp ALGIQ — Algenblüten aus dem All erkennen
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Die folgenden Fragen fassen zusammen, was die Anwendung leistet.
Was ist eoapp ALGIQ?
eoapp ALGIQ ist eine Webanwendung, die Satellitenaufnahmen in Daten zu Algenblüten und Wasserqualität für Seen, Talsperren und Küstengewässer übersetzt. Sie verbindet die Verarbeitung aktueller Satellitenszenen auf Abruf mit einem Langzeitarchiv, sodass Betreiber sehen, wie sich eine Blüte entwickelt und wie sie im Vergleich zu den Vorjahren einzuordnen ist.
Wie erkennt Satellitenüberwachung Algenblüten?
Optische Satelliten messen das von der Wasseroberfläche reflektierte Licht über viele Wellenlängen hinweg. Algen enthalten Chlorophyll a und weitere Pigmente, die Licht in einem charakteristischen Muster absorbieren und streuen. ALGIQ wertet dieses Signal mit physikalisch basierten Modellen aus und schätzt daraus die Pigmentkonzentration für jeden Bildpunkt eines Gewässers.
Welche Wasserqualitätsparameter erfasst eoapp ALGIQ?
ALGIQ leitet aus Satellitendaten die Chlorophyll-a-Konzentration, die Trübung und einen Algenrisiko-Indikator ab. Jeder Parameter steht als Kartenebene und als Zeitreihe zur Verfügung, sodass sich sowohl das räumliche Muster über den See hinweg als auch der Verlauf an einer einzelnen Stelle beurteilen lässt.
Wie oft stehen neue Daten zu Algenblüten zur Verfügung?
Neue Daten entstehen, sobald ein geeigneter Satellit das Gewässer überfliegt und der Himmel ausreichend klar ist. Für die meisten europäischen Seen bedeutet das im Mittel alle zwei bis drei Tage eine nutzbare Aufnahme; bei wechselhaftem Wetter kann Bewölkung den Abstand verlängern.
Wie weit reicht das historische Wasserqualitätsarchiv zurück?
Das Satellitenarchiv hinter ALGIQ reicht je nach Sensor und Gewässer bis zu 40 Jahre zurück. Diese Tiefe erlaubt es, für einen See eine langfristige Baseline zu bestimmen und einzuordnen, ob eine aktuelle Blüte ungewöhnlich ist oder zu einem wiederkehrenden saisonalen Muster gehört.
Welche Seen und Gewässer lassen sich überwachen?
Überwachen lässt sich weltweit jedes Binnen- oder Küstengewässer, das der Satellitensensor räumlich auflösen kann. Kleine Seen und schmale Flussabschnitte benötigen höher auflösende Sensoren, weshalb dort seltener Aufnahmen vorliegen als für große Seen, Talsperren und Küstenzonen.